Werbebanner zum Buch: Marc-Wilhelm Kohfink, Bienen halten in der Stadt

“Bienen halten in der Stadt” erschienen

1. September 2010

Der Paketbote brachte heute eine große Schachtel mit den Autorenexemplares meines neuesten Buches “Bienen halten in der Stadt”. Den Inhalt kenne ich ja schon, trotzdem ist es schön, wenn so ein Buch dann gedruckt auf dem Tisch liegt. Die Haptik ist gut. So ein fester Umschlag ist schon etwas Anderes als die labberigen Paperbacks, die ich sonst so schreibe.

Brandneu und ab sofort im Buchhandel erhältlich: Das Buch zum Imkerblog.

Bienen in der Waschküche – geht das?

31. August 2010

Heute hat ein Hausmiteigentümer angerufen, welche Gefahren für die Hausgemeinschaft von der Bienenhaltung in einer Waschküche und auf dem Dachboden ausgehe. Im Gespräch stellte sich heraus, dass ein anderer Wohnungseigentümer die beiden ungenutzen Räume für seine Stadtbienenhaltung anmieten will.

Ich klärte den Mann auf, dass sein Miteigentümer wahrscheinlich diese Räume zur Verarbeitung und Lagerung seiner Gerätschaften nutzen wolle. Bienen auf dem Dachboden oder in der Wachküche einzusperren, sei nicht artgerecht und angesichts des Wert eines Bienenvolks auch ausgesprochen dumm. Da war er ganz erleichtert und will das Anliegen des frischbackenen Stadtimkers unterstützen.

Stadtimker-Buch wird in Kürze ausgeliefert

30. August 2010

Heute haben schon 3 Leute nachgefragt, wann denn das Buch “Bienen halten in der Stadt” lieferbar sei. Die Rückmeldung vom Verlag lautet: Das Buch ist seit dem 23.08. in der Produktion. Produktion heißt: Filmherstellung, Druck, Bindung und Auslieferung. Mit der ersten Auslieferung bekomme auch ich meine Autorenexemplare. Es kann sich wohl nur noch um wenige Tage handeln, bis es soweit ist.

Kundin kommt sogar aus dem Wedding

25. August 2010

In manchen Unternehmen hängt eine Weltkarte. Wo Kunden sind, steckt eine Nadel. Das könnten wir auch für Berlin machen. Da würden viele Nadeln z. B. in Köpenick, Charlottenburg, Wilmersdorf, Pankow und Spandau stecken und einige in Tempelhof, Steglitz, Schöneberg, Karow und Rudow.  Seit heute steckte auch eine Nadel im Wedding. 10 Jahre hat es gebraucht, bis wir dahin mal Honig verkauften. Die Kundin kam sogar aus dem Wedding zu uns gefahren und hat sich einmal quer durchs Sortiment eingedeckt.

Überhaupt ist das mit der Kundenverteilung ganz seltsam. In Prenzlauer Berg, Pankow und Buch werden große Mengen unseres Honigs verzehrt, nicht jedoch in dem genau in der Mitte liegenden Heinersdorf.

Stecknadelfrei bleiben Gatow, Tiergarten und Moabit.

Marktsaison beginnt wieder

24. August 2010

Wir wissen nicht, was unsere Bundespräsidentengattin morgens zum Frühstück isst, doch die Tätowierten von Marzahn mögen keinen Honig. Das ist die Erfahrung, die wir als Markthändler vor vielen Jahren beim “Marzahner Frühling”, einem großen Volksfest, gemacht haben. Seither haben wir um Stadtfeste im namensgebenden Teil des Köpenicker Nachbarbezirk einen großen Bogen gemacht.

Doch Marzahn möchte seinen Ruf verbessern und lädt zum “Treffpunkt M” ein. Eine ehemaligen Kollegin, die in die Stadtmarketing-Branche gewechselt ist, organisiert das Kulturevent und hat angefragt, ob wir mit einem Stand mit dabei sein könnten. Wir können es und so sind wir am 4. September wieder einmal in Marzahn.

Jetzt wird gefüttert

23. August 2010

Jetzt waren wir gerade einmal eine Woche in der Sommerfrische, da ist der Urlaub schon wieder herum und wir rennen wieder mit dem Futtereimer zu den Bienen. Die haben die erste Zuckerwasser-Gabe restlos weggeputzt. Insgesamt sind die Völker dieses Jahr besser im Schuss als im vergangenen. Die Futterpumpe funktioniert ganz prima.

Imkerkurse für Familien im Kloster

19. August 2010

Waldhonig ist beliebt, doch leider gibt’s den in Berlin und Brandenburg nicht. Also müssen wir ihn jedes Jahr zukaufen. Dazu fahren wir zu einem Biolandkollegen in der Nähe von Ulm. Auf dem Rückweg kommen wir am Kloster Roggenburg vorbei. Kulturinteressiert wie wir nun man sind, überkommt uns der innere Zwang, dem frisch renovierten Bau einen Besuch abzustatten.

Das wiederbelebte Prämonstratenser-Kloster hat eine angegliederte Familienbildungsstätte. Zu meiner Freude stehen auf dem Programm auch Imkerkurse für Familien. Tolle Idee! Auch auf dem Land ist die Imkerei kein Altmännerhobby mehr.

Jeder Imker gestaltet seinen Garten anders. Bei uns steht ein Bauwagen drin, bei diesem Imker ein barockes Kloster. Foto: PR

Futterpumpe gekauft

19. August 2010

Schon lange hatten wir vor, uns eine Futterpumpe zu kaufen, mit der Zucker in Wasser aufgelöst und aus unserem 1.000 -Liter Tank herausgepumpt werden kann. Die Allgäuer Festwoche in Kempten eröffnet uns dazu eine unerwartete Möglichkeit.

Wir haben uns dort einen ganzen Tag umgesehen und dabei auch einen Händler entdeckt, der wetterfeste Gartenmöbel und Wasserbecken teils mit Holzheizung aus Robinienholz anbot. Schön, wenn dieses tolle Holz eine so nutzbringende Verwendung findet. Als Imker in Berlin ist man ja immer in Erklärungsnot, wenn man sich für diesen so wunderschön blühenden und duftenden Baum stark macht.

Insgesamt ist die Festwoche so eine Art Grüner Woche. Sie hat zwar keine Blumenhalle, doch dafür bietet sie mehr Party für junge Leute, die ab 16.00 Uhr in Landhausmode das Gelände regelrecht überrennen.

Gartenfreunde aufgepasst! Kauft wetterfeste Bottiche aus Robinienholz!

Ein Schloss für Wespen

16. August 2010

Sicher fragen die Leute nach unserer Heimkehr aus dem Urlaub wieder:  “Wie war das Wetter?” Wir werden antworten: “Die meiste Zeit regnete es. Das war aber nicht so schlimm. Hauptsache das Wetter war während der Bienensaison gut. Dann durfte es im Urlaub auch mal schlechter sein.”

Bei schlechtem Wetter bietet sich ein Besuch von Neuschwanstein an. Das ganze Schloss  in schönster neuromanischer Bahnhofsarchitektur ist voller Schwäne. Keine Bienen! Dabei sind Bienen doch alte Symbole königlicher Würde. Aus imkerlicher Sicht würde sich ein Besuch nicht lohnen, gäbe es nicht an mehreren Stellen des an Nischen reichen Prunkbaus Wespennester.

Der Besuchermagnet Neuschwanstein ist auch bei Wespen beliebt.

Käufer für Wachsstöcke gesucht

15. August 2010

Unter einem Flohmarktstand in Pfronten finde ich in einem Drahtkorb mehrere Wachsstöcke. Die dünnen, oft kunstvoll gewickelten Kerzen dienten ursprünglich als Anzünder für Lampen und Kerzen. Einst waren solche Wachsstöcke ein beliebtes Geschenk. Aus Respekt vor dem Schenker lagen sie unnütz herum und wurden nie aufgebraucht. In unserem heutigen Halogen- und LED-Zeitalter wissen die Menschen erst recht nichts mehr damit anzufangen.

Mitnehmen oder nicht? Lieber nicht, denn das passt doch besser in ein Imkereimuseum. Wir wissen auch nichts damit anzufangen.

Vergessen: Imkerliches Kunstgewerbe aus dem 19. Jahrhundert.

Endlich im Urlaub!

13. August 2010

Am Morgen schlage ich die Allgäuer Zeitung auf und einige wenige Bienen auf einer schwarzen Wabe ohne Futter und ohne Brut dafür aber mit alten Schwarmzellen schauen raus. Ein Bild des Jammers! Die Tiere gehören einem Vorstandsmitglied des hiesigen Imkerverbands. Sie illustrieren einen Artikel über den Vorstoß von Imkern ein Verbot von bestimmten Insektiziden aus der Gruppe der Neonicotinoide bei der bayerischen Staatsregierung durchzusetzen.

So berechtigt dieses Ansinnen auch ist, aber in erster Linie sind es die Imker, die für die Gesundheit ihrer Bienen verantwortlich sind. Das heißt: Wabenhygiene, regelmäßige Durchsicht während der Schwarmzeit und bei Weisellosigkeit das Zusetzen einer Jungkönigin. Und wenn das und alles übrige mit der guten fachlichen Praxis übereinstimmt, dann darf man auch politische Forderungen aufstellen – aber nicht nach dem Motto: Ich lasse meine Bienen verwahrlosen und wenn sie tot sind, dann waren’s Pestizide.

Kein Ruhmes- für das Zeitungsblatt sind diese Bienen.

Überraschungen für Reporter

11. August 2010

Ein Reporter aus dem Wirtschaftsressort der Süddeutschen Zeitung hat sich angemeldet. Er möchte ein Portrait über die Berliner Stadtimkerei schreiben. Im Gespräch wird deutlich, dass er im Grunde schon eine fertige Geschichte im Kopf hat: von einem der Firma Aseli vergleichbaren Traditionsunternehmen, das seit 4 Generationen am Standort Süßes herstellt.

Die Überraschung

  • fängt an, als er vor einem Einfamilienhaus steht, dessen ganzes Untergeschoss zwar imkerlich genutzt wird, dem man dieses aber nicht ansieht. – Kein Laden, kein großes Firmenschild, keine Fahnen.
  • hält an, als er erfährt, dass die verschiedenen Generationen der Kohfink-Familie immer neu, immer nebenberuflich und immer hauptstadtnah angefangen haben. – Bei Jerusalem, bei Stuttgart und in Köpenick.
  • erreicht ihren Gipfel, als er hört, dass der Autor so verschiedener Bücher wie der “Chamäleonstrategie” und von “Bienen halten in der Stadt” immer die gleiche Person sind.

Hornissen umgesiedelt

10. August 2010

heute habe ich das erste Hornissennest der Saison umgesetzt. Es hing in der Spandauer Altstadt im 4 Stock. Der Hauseigentümer meinte, es sei an der Fassade, doch tatsächlich flogen die Insekten durch einen Spalt im Mauerwerk ein und aus.  Mit dem Stockmeisel kratzte ich die Fugen zwischen den Ziegelsteinen auf und schuf so nach und nach ein Loch, so dass ich schließlich an das Hornissennest rankam. Es hatte nur 2 Etagen. Die größte hatte den Durchmesser eines Bierfilzes. Es war also ein kleines Nest.

Das Umquartieren des Baus ging ganz schnell vor sich. Es flogen aber noch viele Hornissen durch die Luft. Darunter auch die Königin. Ich habe noch nie eine Hornissenkönigin gesehen. Schätzungsweise war sie 6 cm groß  – ein Adler unter den Wespen.  Ich war schwer beeindruckt. Trotz ihrer imposanten Erscheinung war sie so schüchtern wie auch Bienenköniginnen sind. Sie verkroch sich gleich unter dem Sauggerät. Dann kam sie aber hervor und setzte sich ganz zutraulich auf meinen Finger.

Die ganze Aktion spielte sich auf einem Baugerüst am Dach eines vierstöckigen Gebäudes ab. Es war ziemlich anstrengend, die ganze Gerätschaften und Werkzeuge über Leitern nach oben und dann wieder runter zu transportieren.

Junge Berliner stehen auf Bienen

9. August 2010

Unter dieser Überschrift hat dpa einen schönen Beitrag zum Thema Stadtimkerei verschickt. Die Mitteldeutsche Zeitung hat ihn übernommen und ins Internet gestellt. Hier ist der Link.

Auf zur letzten Wanderung

5. August 2010

Die Bienen, mit denen wir letztes Jahr in die Heide gewandert, lieferten zwar tüchtig Honig, aber sie traten wenige Monate später die letzte Reise an. Weil wir noch genug Heidehonig haben schenken wir uns die diesjährige Heidewanderung und so wanderten wir dieses Jahr zum letzten Mal. Es ging in die Goldrute nach Leipzig. Die letzte Wanderung ist immer etwas traurig, weil das Bienenjahr dann definitiv zuende ist.